Biokohle

 
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Biokohle als Dünger

Aus dem Reaktor wird die Asche in Form eines schwarzen Pulvers ausgetragen. Diese Asche enthält vorwiegend Kohlenstoff, Biokohle, und alle mineralischen Bestandteile der Eingansstoffe. Dies sind im wesentlichen Phosphor, Kalium und Stickstoff. Alle Kontaminationen wie Herbizide, Pestizide, Kunststoffe und Pharmazeutika sind durch die hohen Temperaturen im Reaktor eliminiert worden. Bevor diese Biokohle als Dünger auf die Felder ausgebracht werden kann muss sie in eine praktikable Form und Konsistenz gebracht werden. Bevorzugt wird hier eine Pelletierung unter Beimischung von Gülle oder der flüssigen Phase der Gärreste. eine Ausbringung in Reinform ist nicht sinnvoll und praktikabel.

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Verschiedene Studien, unter anderem von der Universität Bozen und der Forschungsstelle Laimburg, bestätigen die Verbesserung der Bodenqualität und des Ertrages durch den Einarbeitung von Biokohle in die Böden. In der Permakultur hat die Biokohle,, hier als “Terra Preta” bezeichnet, eine große Bedeutung. In Publikationen wird eine erhöhte Wasserspeicherung und Steigerung der Aktivität von Bodenorganismen beschrieben. Eine Erhöhung der pH-Werte und ein Schutz vor Krankheiten sind weitere positive Effekte durch den Einsatz von Biokohle.

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Die Einbringung der Biokohle in den Boden bewirkt durch die langsamere Zersetzung eine ca. 25% Sequestrierung von CO2.

Selbst der Ausstoß der Pilotanalage von 20kg Kohlenstoff je Stunde bedeutet umgerechnet pro Tag eine Menge von 1,75 to gebundenem CO2. In laufe eines Jahres summiert sich die im Boden gebundene Menge CO2 auf 160 to.